Was für ein Krimi, was für eine Kulisse! Am vergangenen Wochenende stand Peiting ganz im Zeichen des Bezirksliga-Finales 2026. Am Ende eines harten, emotionalen Kampftages belohnten sich die Blue Hornets des JVAM nach einer grandiosen Teamleistung mit dem Vizemeistertitel.
Es war ein Tag voller spektakulärer Ippons, taktischer Meisterleistungen und einem Fankult, der in der Liga seinesgleichen sucht.
Der Auftakt: Intensiver Schlagabtausch mit Teisendorf
Im ersten Duell des Tages wartete mit Teisendorf ein echter Brocken. In der Gewichtsklasse -66 kg lieferte sich Felix einen Kampf auf Augenhöhe, musste sich trotz Führung aber noch geschlagen geben. Flo holte direkt danach den Ausgleich. Nach einer Durststrecke in den Klassen -73 kg (beide Marvins verloren) und +90 kg (die Seika-Brüder Martin und Thomas bissen sich an extrem erfahrenen Gegnern die Zähne aus), blies das Team zur Aufholjagd.
Berni und Johannes (-90 kg) dominierten ihre Gegner dynamisch und deutlich. Kapitän Marc (-81 kg) zog souverän nach. Oleks zeigte gegen den Top-Mann der Gegner einen bärenstarken Kampf, flog am Ende aber leider Ippon.
Im zweiten Durchgang drehten Flo und Felix die Vorzeichen um – diesmal holte Felix den Punkt. Marvin Kranz triumphierte ebenfalls, während Marvin Riehl abgeben musste. Thomas Seika hatte erneut das Nachsehen, doch sein Bruder Martin holte mit einem tollen Sieg wichtige Punkte. Am Ende der Begegnung schlug das Pendel jedoch unglücklich aus: Johannes verlor nach deutlicher Führung durch eine unachtsame Sekunde – der Ärger war riesig. Da auch Berni, der eingewechselte Anton und Marc (trotz starker Führung per Innensichel erwischt) ihre Punkte abgeben mussten, hieß es am Ende 13:7 für Teisendorf.
Das taktische Dilemma: Alles auf eine Karte oder Silber sichern?
Nachdem Teisendorf auch Peiting knapp mit 11:9 schlug, stand Teisendorf als Meister fest. Für die Trainer Anders, Andi B. und Andi W. stellte sich nun die Gretchenfrage: Lassen wir im letzten Kampf gegen Peiting alle ran, die heiß auf einen Einsatz sind, oder stellen wir rein strategisch auf, um den Vizemeister-Pokal sicher nach Hause zu bringen? Die Entscheidung fiel zugunsten der maximalen Schlagkraft – und das sollte sich auszahlen.
Der Hexenkessel von Peiting bebt: 11:9-Sieg im Derby!
Gegen den Gastgeber Peiting zeigten die Blue Hornets, aus welchem Holz sie geschnitzt sind.
Durchgang 1: Flo lieferte sich eine lange, heroische Schlacht, musste den Punkt aber abgeben. Doch dann lief die Maschine: Felix, Marvin K. und Marvin R. schraubten das Ergebnis in Reihe auf eine 3:1-Führung. Martin Seika unterlag dem bundesligaerfahrenen Teamchef der Peitinger, aber Thomas und Johannes holten die Punkte umgehend zurück. Julian feierte seine Einwechslung mit einem starken Griffkampf gegen einen absoluten Liga-Veteranen, wurde dann aber eiskalt erwischt. Kapitän Marc fackelte nicht lange und zwang einen Semi-Profi konsequent per Würger zur Aufgabe. Oleks machte den Sack zum Durchgangsstand souverän zu.
Durchgang 2: Es wurde noch einmal dramatisch. Felix und Flo verloren, doch Marvin K. war an diesem Tag einfach nicht zu stoppen. Ein echtes Highlight: Hans feierte nach einer extrem langen OP-Pause und harter Reha sein Comeback! Er setzte sofort ein Ausrufezeichen mit einer Yuko-Wertung, konnte den Vorsprung aber leider noch nicht über die Zeit retten. Thomas hatte bei einer extrem strittigen Videoschiedsrichter-Entscheidung Pech, auch Martin verlor. Auf die Klasse -90 kg war Verlass: Berni und Johannes holten alles aus sich heraus und punkteten. Oleks kämpfte mit dem Peitinger Semi-Profi auf Augenhöhe, baute am Ende konditionell ab und wurde wegen fehlender Ansätze disqualifiziert.
Der Showdown: Es stand Spitz auf Knopf. Der allerletzte Kampf des Tages musste die Entscheidung bringen. Anton behielt die Nerven aus Stahl, hämmerte seinen Gegner mit einem krachenden, tiefen Schulterwurf auf die Matte und ließ die Halle explodieren! Endstand: 11:9 für die Blue Hornets!
Ehrenrunden: Die Helden hinter den Kulissen
Ein solches Ergebnis ist das Produkt eines ganz besonderen Teamgeists. Einige Hornets verdienen an dieser Stelle besonderen Applaus:
Marvin Kranz: Kam in dieser Saison gesundheitsbedingt erst im Finale zum Einsatz, drehte dort aber völlig auf. Die mitgereisten Fans wählten ihn völlig zurecht zum Kämpfer des Tages!
Felix: In seiner ersten Saison als Blue Hornet hat er sich zu einer absoluten Bank entwickelt. Zuverlässig, nahezu fehlerlos und beim Finale wieder ganz eng in der Verlosung zum Kämpfer des Tages.
Die Pechvögel & Supporter: Jonas musste nach einer Kopflandung im Training vernünftigerweise passen. Luis hielt sich trotz Blessur als Backup bereit. Paul L. brannte in den Trainingswochen lichterloh – dass er in der taktischen Aufstellung pausieren musste, fiel den Trainern extrem schwer. Seine Zeit bei den nächsten Teamturnieren wird kommen! Nikò bewies echten Sportsgeist: Er fühlte sich nicht topfit und forderte von sich aus die Aufstellung, die am besten für das Team ist.
Ein motivierender Gruß an Justus: Er war die ganze Saison als Edelfan am Mattenrand dabei. Jetzt liegt es an dir, Kumpel: Nimm die Reha selbst in die Hand, trainier das Knie professionell auf und warte nicht ab – wir brauchen dich nächste Saison wieder auf der Matte!
Der beste Fanblock der Liga
Ein riesiges Dankeschön geht an die Münsinger Fan-Invasion. Der JVAM stellte mit Abstand die größte und lauteste Kulisse in Peiting. Sogar die gesamte Vorstandsriege (1. Vorstand Andi S., 2. Vorständin Raffaela und der ehemalige 2. Vorstand Micha) peitschte das Team nach vorne. Während bei anderen Teams oft nur verhalten geklatscht wurde, lebten die Hornets puren Zusammenhalt: Jeder feuerte jeden an, jeder klatschte jeden ab. Das Ergebnis: kollektive Heiserkeit und der verdiente Pokal in den Händen.
Das Fazit 2026: Diese Mannschaft hat Zukunft. Der Mix aus jungen, hungrigen Talenten, Athleten in der Form ihres Lebens, erfahrenen Füchsen und Quereinsteigern, die es den jungen Hüpfern nochmal so richtig zeigen, macht Lust auf mehr. Die Bezirksliga ist gewarnt – die Hornissen summen lauter denn je!
